Die Geschichte

Wir schreiben das Jahr 1755, dem Geburtsjahr der österreichischen Destillerie Gastein Moonshine.

Während Goldgräber aus nah und fern im Gasteinertal versuchten, mit dem glänzenden Metall den schnellen Reichtum zu erlangen, konnten sich die frisch Vermählten Vroni und Johann ebenda ihren Kindheitstraum erfüllen: eine eigene Schnapsbrennerei zu betreiben. 

Dank Maria Theresia, der damaligen Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen, war es nämlich ab diesem Jahre endlich erlaubt, Schnaps zu kommerziellem Nutzen zu brennen. Was eine eindeutig sicherere Einnahmequelle darstellte als das ungewisse Schürfen nach Gold.

 

 

 

Schon als Kinder streiften Vroni und Johann durch die Natur ihres idyllischen Bergdorfes Nassfeld im Salzburger Land, um Zirben, Schwarzbeeren und Enzian zu sammeln, die von ihren Eltern zu hauseigenen Schnäpsen verarbeitet wurden. 

Stundenlang schauten die beiden gebannt zu, wie sich Hefe und die von ihnen gesammelten Kostbarkeiten über dem offenen Feuer in kupfernen Hexenkesseln in eine Flüssigkeit verwandelten. Dieser für sie magische Prozess faszinierte sie so sehr, dass die beiden es kaum erwarten konnten, endlich alt genug zu sein, um dieses flüssige Glück, wie ihre Eltern den Selbstgebrannten nannten, zu probieren. 

So vergingen die Jahre und Vroni und Johann lernten nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von ihren Großeltern die Kunst, hauseigenen Schnaps in Perfektion zu destillieren.

 

Als sie sich erwachsen genug fühlten, stibitzten Vroni und Johann ein paar Flaschen Schnapsal, wie die Bad Gasteiner ihren hausgemachten Hochprozentigen schon damals liebevoll nannten, aus den elterlichen Vorratsschränken und verbrachten eine laue Sommernacht unterm Sternenhimmel. 

Mag es am betörenden Geschmack des Schwarzbeeren-Likörs oder am kräftigen Abgang des Zirbenschnapses gelegen haben, aber diese Nacht veränderte alles. Plötzlich redete Johann von Vronis schönen Augen und Vroni konnte es sich nicht verbieten, Johanns Lederhose auszuziehen…

Schon bald feierte das ganze Dorf eine rauschende Hochzeit und kurze Zeit später bauten Vroni und Johann mit Hilfe vieler lieber Freunde und Verwandten die großelterliche Scheune Vroni’s zu einer Destillerie um. 

 

 

 

Für die Feuerstelle wurden Steine aus dem nahegelegenen Fluss, der Gastainer Ache, herangetragen und den ersten kupfernen Brennkessel bekamen sie vom Bürgermeister höchstpersönlich geschenkt. Es schien, als wäre jeder einzelne Dorfbewohner stolz darauf, dass sich dieses junge Paar seinen Lebenstraum erfüllte. 

Boten wurden entsendet, um Maria Theresia im herrschaftlichen Wien davon zu unterrichten, dass in der Region Bad Gastein eine Destillerie errichtet wurde. Und es dauerte nicht lang, bis das glückliche Ehepaar mit freudigen Augen das ihnen verliehene, erzherzogliche Dekret Maria Theresias in den Händen hielten. Es erlaubte ihnen, den braven, fleißigen, rechtschaffenen und ordentlichen Bauern offiziell, für ihren Lebensunterhalt 300 Liter reinen Alkohol herzustellen und zu verkaufen. 

Mit viel Elan sammelten sie weiterhin allerlei Obst, Beeren und Zapfen, um aus diesen geschmackvolle Schnäpse zu brennen, die sie auf umliegenden Märkten verkauften. Auch an ihre Kinder gaben sie dieses Wissen weiter. Schmunzelnd, denn noch gut konnten sich Vroni und Johann an ihre eigenen, großen Kinderaugen erinnern, als sie die Brennkessel, oder eben Hexenkessel, beobachteten, in denen sich wie von Zauberhand eine Grundzutat wie Obst mit Hefe in Schnaps verwandelte. 

 

Dank der großen Beliebtheit, der sich die hausgemachten Schnäpse erfreuten, konnten sich Vroni und Johann ein rentables Unternehmen aufbauen, welches sie im hohen Alter an ihre Kinder übertrugen. Diese erbten nämlich glücklicherweise nicht nur die Liebe ihrer Eltern zum Destillieren, sondern auch das Brennrecht. Einmal an einen Betrieb verliehen, war dies nämlich an diesen gebunden und konnte nur an Angehörige weitergegeben werden.

Bis heute wurde es, mit einer großen Portion Liebe und Leidenschaft zum Schnapsal von Generation zu Generation vererbt, und so destillieren nun Schurli und seine Ehegattin Dani den flüssigen Genuss, der schon ihre Vorfahren glücklich machte. In einer etwas modernisierteren Anlage, aber immer noch in kupfernen Brennkesseln, und in beinahe derselben Scheune wie damals, stellen die beiden Nassfelder nach traditionellem Rezept den Gasteiner Moonshine her. 

Die Grundlage für ein vorzügliches, österreichisches Schnaspal liegt nach wie vor in den besten, handverlesenen Zutaten. Auch wenn Schurli und Dani nicht mehr durch Wald und Flur streifen, um diese zu sammeln, so beziehen sie dennoch fast alles aus regionalem Anbau. Und das Wasser, welches zum Abkühlen des Dampfes verwendet wird, ist ebenfalls, wie anno dazumal, nur reinstes Gasteiner Quellwasser.

Die Handwerkskunst des Schnapsbrennens somit in Ehren haltend, haben die beiden das ursprüngliche Sortiment mittlerweile auf 80 verschiedene, hochprozentige Köstlichkeiten erweitert. Neben den klassischen Obstbränden haben sie einen Heuschnaps, einen Haselnussschnaps und einen Beerenschnaps kreiert, der an seiner jeweiligen Genüsslichkeit kaum zu übertreffen ist.

 

 

 

Ebenso wie ihr Grappa, der 18 Jahre im Eichenfass reifen darf, bevor er das Licht der Welt erblickt. Nicht nur sein aromatischer Geschmack, sondern auch seine güldene Farbe hätte damals sicher so manchen Goldgräber vor Verzückung das Schürfen aufgeben lassen, um sich dem Schnapsbrennen zuzuwenden. 

Doch ob sie die gleiche Leidenschaft dafür verspürt hätten, wie Vroni und Johann es verliebt taten? Denn es waren die Liebesschwüre auf der frisch gemähten Wiese, denen es zu verdanken ist, dass die Destillerie Gastein Valley Moonshine selbst  300 Jahre später noch in ihrem ursprünglichen Glanz erstrahlt.

Sicher ist: In jedem einzelnen dieser edlen Tropfen aus den österreichischen Alpen schmeckt man neben der Geschichte auch das Herzblut, welches das jetzige Duo in jeden einzelnen Herstellungsschritt legt. 

Und ob in kalten Winternächten, unterm Sternenhimmel, nach einem guten Essen oder in einer geselligen Runde, ein Gläschen Gasteiner Moonshine wird garantiert auch Ihnen ein unvergessliches Erlebnis bereiten.